Rechtliches

Auf Grund zahlreicher Threads in verschiedenen Foren zu illegalen Rückleuchen und Co. nehme ich es mal als Anlass, die Rubrik "Rechtliches" ins Leben zu rufen. Ich will hiermit niemanden ins Gebet nehmen, was Ihr damit anfangt ist euch überlassen, es soll nur als Hinweis dienen und um Tuning Neulinge aufzuklären. Für weitere rechtliche Fragen gibt es auch viele nette Prüfstellen wo man auch vorher fragen kann was geht und was nicht.

Lasierte Rückleuchten

Rückleuchten die nachträglich lasiert worden sind, d. h. mit einem Tönungsspray oder Lack nachträglich behandelt worden z.B. zum Abdunkeln sind illegal. In viele Auktionen steht "Durch E-Prüfzeichen eintragungsfrei" Klar... im Originalzustand. Diese Rückleuchten könnt Ihr zu Showzwecke nutzen, jedoch nicht im öffentlichen Straßenverkehr. Sollt Ihr damit erwischt werden drohen Bußgeld, Punkte und es kann bis hin zur Stilllegung gehen. Aber nicht nur Ihr bringt euch dadurch in Bredouille sondern gefährdet auch andere Verkehrsteilnehmer. Da die Rückleuchten stark abgedunkelt sind kommt die Wirkung des Bremslichts nur sehr Schlecht zur Wirkung und es kann zu Auffahrunfällen kommen. (Ich spreche da aus eigener Erfahrung da ich auch fast einem drauf gefahren wäre!!!)
Anbei mal ein paar Bilder wie Ihr lasierte Rückleuchten erkennen könnt. Es gibt auch etliche in "Flammen Optik" und Co.

Scheibenfolie

Scheibenfolien sollen einem vor grellem Sonnenlicht und neugierigen Blicken schützen. Allerdings gibt es auch hier einige Dinge zu beachten. Windschutzscheiben müssen mindestens 75 % des Lichts durch lassen, alle anderen Scheiben mindestens 70 %.
Bei Folien liegt eine "Bauart-Genehmigung" bei, diese sollte man sich zuvor durchlesen damit man alle Auflagen erfüllt. Es dürfen auch nur die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe getönt werden. Ebenfalls muss auf jedem Folienteil ein Prüfzeichen vorhanden sein. Eine genaue "Einbauanleitung" sollte in der Regel auch immer beiliegen.

 

Mindesthöhe bei Tieferlegung

In der Straßenverkehrsordnung gibt es keine expliziten Vorschriften über die Bodenfreiheit von Fahrzeugen. Die Dekra schlägt zur Orientierung folgendes vor: Ein tiefer gelegtes Fahrzeug mit vollem Benzintank und mit einem Fahrer besetzt, muss ein Hindernis von 800 mm Breite und einer Höhe von 110 mm mittig überfahren können, ohne es zu berühren.
Beim Tüv Nord gilt teilweise auch die Regelung 8 cm Höhe, entweder mit Holzklotz oder das Fahrzeug muss den Rand der Grube überfahren können. Da es dazu halt keine genauen Vorschriften gibt gilt - es kommt auf den Prüfer oder den Polizisten an. Grundsätzlich solltet Ihr euch aber an die "Empfehlungen" der Prüfstätten halten.

Kennzeichen seitlich versetzen

Das vordere Kennzeichen kann seitlich versetzt werden, wie z.B. beim Alfa Romeo wenn folgende Bedingungen erfüllt sind.
Der untere Rand darf nicht weniger als 200 mm über der Fahrbahn liegen. Ebenfalls muss das Kennzeichen in einem Winkelbereich von je 30° beiderseits der Fahrzeuglängsachse am Tag bei klarem Wetter auf eine Mindestentfernung von 40 m für einen Beobachter der vor dem Auto im Stand steht lesbar sein. Das Kennzeichen muss auf einer flachen, lotrechten oder annähernd lotrechten Fläche die senkrechte zur Fahrzeuglängsmittelebene  steht, angebracht werden. D.h. also..... wenn eine Person in einem Winkel von 30° 40 m vor dem stehenden Auto steht das Kennzeichen erkennen muss. Ebenfalls muss das Kennzeichen grade also senkrecht oder annähernd senkrecht befestigt werden.